CD: Wir wissen wie das geht

Benjamin Garcia

Erscheinungsdatum: 16.07.2021
Süßsaure Sommer-Songs
„Leistung, Leistung, Leistung, sonst bist du nichts wert“. Solche Zeilen wie aus dem titelgebenden Song des Albums sind nie ganz ernst gemeint. Das weiß, wer Benjamin Garcías Schaffen verfolgt hat – immerhin ist es nach der „Eis-Trilogie“ sein viertes, komplett selbst eingespieltes und produziertes Studioalbum. In seinen Texten schlägt heitere Leichtigkeit immer wieder um in süße Bitterkeit (oder bittere Süße?), findet aber, und das ist das Schöne, stets zurück ins Optimistische. Eindeutig ist auf „Wir wissen wie das geht“ jedenfalls nichts, auch wenn der Titel das suggeriert. Wie gesagt: alles nicht ganz ernst gemeint. Albern wird Benjamin García zum Glück aber nie.

Ensembles und Musiker*innen:

Benjamin Garcia

Süßsaure Sommer-Songs

Der Kölner Songwriter Benjamin García veröffentlicht mit „Wir wissen wie das geht“ sein viertes Indiepop-Album

Köln, Juni 2021

„Leistung, Leistung, Leistung, sonst bist du nichts wert“. Solche Zeilen wie aus dem titelgebenden Song des Albums sind nie ganz ernst gemeint. Das weiß, wer Benjamin Garcías Schaffen verfolgt hat – immerhin ist es nach der „Eis-Trilogie“ sein viertes, komplett selbst eingespieltes und produziertes Studioalbum. In seinen Texten schlägt heitere Leichtigkeit immer wieder um in süße Bitterkeit (oder bittere Süße?), findet aber, und das ist das Schöne, stets zurück ins Optimistische. Eindeutig ist auf „Wir wissen wie das geht“ jedenfalls nichts, auch wenn der Titel das suggeriert. Wie gesagt: alles nicht ganz ernst gemeint. Albern wird Benjamin García zum Glück aber nie.

Doppeldeutig kommt auch die Musik daher. Sie erinnert mitunter an Vergangenes, bleibt aber ganz im Hier und Heute. Songs wie „Früher oder später“ zum Beispiel wirken wie Reminiszenzen an die großen Popsongs der 1980er Jahre, mit Synthesizern, eher düsterer Grundstimmung und eingängigen Melodien. Dann wieder dominieren wummernde Basslinien und zarte Gitarren – moderne Klänge, die in Richtung Zukunft weisen.

Die Songs sind oft raffiniert und überraschend, aber nie unnötig kompliziert. „Die erste Idee habe ich oft schnell, da ist noch alles einfach“, sagt Benjamin García über die Entstehung des Albums. „Aber am Ende steckt in jedem einzelnen Stück viel Arbeit. Damit hadere ich nicht mehr, das muss offenbar so sein.“

Fest steht: Multiinstrumentalist Benjamin García versteht sein Handwerk. Herausgekommen sind 13 abwechslungsreiche, süßsaure Songs, in denen sich Zweifel und Zuversicht die Waage halten. Und das dürfte den Stimmungsnerv vieler Menschen im zweiten Corona- Sommer ziemlich gut treffen.

Geboren 1980 in Bocholt in Nordrhein-Westfalen, studierte er Jazz-Kontrabass an der Essener Folkwangschule. Seit seinem Diplom 2005 führten ihn unterschiedliche Musik- und Theaterprojekte durch ganz Deutschland, auch nach Spanien und Mexiko.

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